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Bad Homburg v.d. Höhe liegt an den südlichen Hängen des Taunus, ca. 20 km nördlich von Frankfurt am Main. Für Liebhaber älterer Motorräder hat Bad Homburg eine besondere Bedeutung. Hier wurde 1923 die Horex-Fahrzeugbau AG gegründet, die 1959, wie viele andere Motorradmarken auch, ihre Pforten schließen musste. Unser Hausberg „Großer Feldberg“ ( natürlich gibt es auch einen kleinen Bruder) war in frühen Jahren ein Schauplatz der Motorsportgeschichte Deutschlands.

Diese beiden Komponenten und die damalige schier grenzenlose Begeisterung für den Motorsport war der Anlass, dass 1953 der Motor-Sport-Club Bad Homburg e.V. im DMV gegründet würde (2003 beging man das 50. Vereinsjubiläum).

Gelände- und Grasbahnsport war in jenen Jahren tonangebend. Ab 1967 wagten einige Clubmitglieder mit Seitenwagen-Stoßstangen-BMW auf R 51/3- oder auf R 50-Basis den Sprung in die Straßenrennsport. Seit dieser Zeit sind die Straßen-Renngespanne die Domäne unseres Vereins. In den siebziger und den frühen achtziger Jahren fuhren bis zu acht Teams für den Bad Homburger Club. Aber auch Fahrer des Automobil-Rennsports sowie Solomotorradfahrer waren im MSC immer vertreten. Aufgrund der Lage Bad Homburgs  im Vordertaunus (Naherholungsgebiet) und dem Prädikat „Kurstadt“ konnten Geländeprüfungen und Bahnrennen in unserer näheren Umgebung nicht realisiert werden. Seit 1973 ist Bad Homburg Austragungsort unseres Internationalen Horex- und Veteranentreffens. Diese Veranstaltung hat entscheidend unser Clubleben geprägt.

 Seit dieser Zeit sind „alte Motorräder“ für viele Vereinsmitglieder zum Hobby geworden und häufig Mittelpunkt vieler Gespräche an den gemeinsamen Clubabenden, zu denen man sich jeden Freitag von 20.30 Uhr bis Diskussionsende in der Bad Homburger „Bierstube Zur Krone“ trifft.

 

                

            G. Dilcher (NSU)1959                              K. Jelonek (BMW) 1968              K. Pfeffer (VW-Polo) 1983                 J. Schluckebier (Honda) 1987

 

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In den vergangen 35 Jahren wurde der MSC Bad Homburg vom Straßenrennsport geprägt. Diese Tradition hat bis heute Bestand, jedoch in erheblich geringerem Umfang. Viele Fahrer, die in in den vergangenen Jahren für unseren Verein auf den Rennstrecken unterwegs waren, haben entweder aus finanziellen oder aus Altersgründen ihren Helm an den bekannten Nagel gehängt.

Der Veteranen-Rennsport kann jedoch früheren Rennfahrer wieder eine Basis für die alte Leidenschaft bieten. Bis 2004 betätigt sich unser Clubmitglied Karl-Heinz Müller (geb. 1934) in diesem Fahrerfeld. Mit seiner 175 ccm Ducati Baujahr 1957 belegte er mit der Startnummer "F19" 2003 bei den Gleichmäßigkeitsläufen des VFV in seiner Klasse Platz 2 der „Deutschen Meisterschaft für Historische Rennmotorräder“ und zeigte manch Jüngeren, dass man auch noch in diesem Alter am Gasgriff drehen kann. Die Erfahrung dazu holte er sich in früheren Jahren im Gelände- und Grasbahnsport. Leider musste er 2004 aus gesundheitlichen Gründen sein großes Hobby "aktiven Motorsport" an den Nagel hängen.

Wer Interesse an den Verteranen-Rennsport hat kann Renntermine und vieles mehr unter dem Link VFV finden.
 

 

                   

              K:H. Müller  1956                                  2002                                                In der Werkstatt                             2003

 

 

              

Die Seitenwagen, seit jeher dominierend in unserem Verein, gestalten auch noch heute noch die „Rennabteilung“ unseres Clubs.

Federführend ist hier seit über 30 Jahren das „Hock-racing Team“ www.hock-racing.de

 Vater Hock (geb. 1937), seit 35 Jahren Konstrukteur vieler Renngespanne und stets Unterstützer junger interessierter Männer, die sich mit den Seitenwagenrennen anfreunden wollten und konnten, entwickelt das Motorenmanagement. Sein Sohn Kurt Hock, Fahrer, Fahrwerkskonstrukteur und Teamleiter, führt das Team nun seit mehr 20 Jahren durch die Deutsche Meisterschaft, auch teilweise durch die Europameisterschaft und manchmal in der Vergangenheit auch als Wildcard-Fahrer in der Weltmeisterschaft. Zwei deutsche Vizemeisterschaften waren die höchsten nationalen Ehren, die diesem Männern zu Teil wurden. Die gute Laune und die Ausgeglichenheit des Teams während der Rennwochenenden, auch nach einer Niederlage, schweißten dieses Gespann seit jeher zusammen. Nachdem Bruder Kuno 1992 mit dem Rennsport nach 12 Jahren Beifahrerdasein abschloss, kam Rainer Kasel aus Trier zum Team. Nach 10 Jahren Beifahrertätigkeit schied er 2003 aus dem Hock-Team aus. Nach einem kurzen Intermezzo von Frank Heidenreich aus Chemnitz fand man Mitte der Saison

2004 einen neuen Schmiermax, Enrico Becker aus Drübeck. Mit ihm hat das Hock-Team einen jungen und zuverlässigen Beifahrer gefunden.
 

 

                

              Kurt Hock in Val de Vienne 2004                       Mitten im Kampfgetümmel                           Vater & Sohn in der Werkstatte

 

 

 

 

         

Jürgen Bork (Josi) www.josi-road-racing.de ist eingefleischter Solist. Mit seiner Yamaha fuhr er  bis 2002  in der IDM die Klasse bis 250 ccm mit der Startnummer 96 und das eine oder andere Rennen zur Europameisterschaft. Leider wurde für 2003 vom DMSB die Klasse bis 250 ccm in der Internationalen Deutsche Meisterschaft nicht mehr ausgeschrieben. Josi beantragte eine österreichische Lizenz und nahm am Adria/Alpencup teil. Am Ende der Saison winkte der zweite Platz in seiner Klasse. Dieser Platz wurde jedoch nur durch erheblichen Zeit-und Kilometeraufwand realisiert. Einige Rennen in Rieka (Kroatien), auf dem Pannoniaring (Ungarn) und in Brünn (Tschechien) ließen den Kilometerstand seines Transporters um 15.000 km ansteigen.

Da kam das Hock-Team zu Hilfe. Neben dem aktuellen Renngespann dieses Teams mit Kawasaki ZX 12 R-Triebwerk stand noch das Vorgängermodell mit Honda 1100 XX-Motor zur Verfügung. Eine Testfahrt 2003 im Carlos Trainingslager auf dem „Circuit Val de Vienne“ in Frankreich schnupperte Jürgen Bork die erste Seitenwagenluft.

2004 fuhr Jürgen Bork mit seinem Beifahrer Maik Ziegler (genannt "Ziege") aus Leipzig mit dem Hock-racing-Team in der Internationalen Deutschen Meisteschaft. Leider musste sich Jürgen Ende der Saison 2004 wieder aus dem Dreiradgeschäft zurückziehen und fährt nun wieder mit seiner Yamaha 250 einige Läufe in der Europa-Meisterschaft sowie im Alpe-Adria-Cup.
 

 

                  

               Jürgen Bork 2003 noch solo                        Hock/Kasel und Josi...gut gelaufen          Team Hock Racing 2004

                                                                                                                                       

Renntermine und vieles mehr finden Sie unter www.idm.de .
 

 

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In dem 1993 erschienenem Buch “ Sport in der Region” vom Verlag Waldemar Kramer in Frankfurt am Main beginnt der Autor von "Taunusregion und Bad Homburg",  Helmuth Bernecker, sein Kapitel “Vom Gordon-Bennett-Rennen bis zur Rallye Monte Carlo” mit den Worten: "Sollte das 'Große Buch der Geschichte des deutschen Motorsports' einmal geschrieben werden, nehmen die Ereignisse, die Bad Homburg und den Taunus als Schauplatz haben, mehrere Kapitel in Anspruch. Denn der Bogen der Ereignisse ist weit gespannt.
Vom Gordon Bennett-Rennen, das 1904 an der Saalburg gestartet wurde, über das Kaiserpreisrennen von 1907, der Prinz-Heinrich-Fahrt von 1910, dem “Feldbergrennen” als Bergrennen der dreißiger und als Rundstreckenrennen der fünfziger Jahre bis zum Bad Homburger Start zur “Rallye Monte Carlo” ist für uns, als Mitglieder des Motor-Sport-Club Bad Homburg e.V. im DMV das Feldbergrennen von wesentlicher Bedeutung.
                                       

Mitte der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts begann die Ära eines der berühmtesten Rennens in Deutschland, dem Feldbergrennen. Bis in die dreißiger Jahre führte die Strecke als reine “Bergrennstrecke” vom Start an der Hohemark ( Oberursel ) zunächst bis zum Sandplacken, dann - nach dem weiteren Ausbau der Straße - in den Jahren 1935/36 - bis zum Großen Feldberg.
Zu Tausenden kamen die Motorsportbegeisterten zu diesem Bergrennen, um die Elite der Zwei-, Drei- und Vierradspezialisten zu sehen und zu bewundern. Rennfahrer wie Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, Ernst von Delius sowie Robert Kohlrausch, der Frankfurter Heinz Brendel und der Neu-Isenburger Ferdi Lehder dominierten die vierrädrige Zunft, Heiner Fleischmann, Ewald Kluge, H.P. Müller, Siggi Wünsche und Walfried Winkler sowie der mehrfache Deutsche Meister Friedel Schön aus Frankfurt die der Motorräder.
1936 kam überraschend das Aus dieser Veranstaltung. Schon damals wurde als Grund die hohe Verkehrsdichte angegeben, die eine weitere Sperrung dieser Strecke unmöglich mache. Eine Argumentation, der seit jeher motorsportliche Ereignisse häufig zum Opfer fallen.
Nach den Kriegswirren musste das Land neu aufgebaut werden, aber auch der Sport durfte dabei nicht vergessen werden. Dem Motorsport wurde in der Nachkriegszeit eine besonders hohe Aufmerksamkeit zu Teil.

                                      

              Die Streckenführung  1951-1954                                                            Auszug aus der Taunuswanderkarte 1:25000

 

1950 gründete sich der “Motorsportclub Feldberg” in Oberreifenberg und hob bereits im Oktober des gleichen Jahres das erste Rennen auf der Feldberg-Rundstrecke aus der Taufe, das im kommenden Jahr in den Terminkalender der OMK (Oberste Motorradsport-Kommision) aufgenommen wurde. Ein Unterfangen, dem damals mehr Skepsis und Kritik als wohlwollende Anerkennung entgegengebracht wurde. Selbst die Fachwelt war sich nicht einig, wie sie sich zu dem neuen Kurs, der jetzt zu den zwischenzeitlich unzähligen Veranstaltungen dieser Art hinzu kam, stellen sollte. Das war zu dieser Zeit nicht verwunderlich, denn der Feldberg brachte zu viel Neues auf einmal und so etwas ist heute noch gewöhnungsbedürftig. In jener Zeit, als die Betreiber der traditionellen deutschen Rennstrecken wie Solitude, Eilenriede bei Hannover oder Sachsenring stetig versuchten, den Anforderungen an Sicherheit und Technik gerecht zu werden, als der Hockenheimring mit immer schnelleren Rundenzeiten aufwartete und das Rekordoval des Grenzlandrings das neuentdeckte non plus ultra zu sein schien, tauchte mit dem Feldbergring eine Rennstrecke auf, die der bisherigen Entwicklung konträr entgegenstand, ja damals sogar als Rückschritt gesehen wurde.

                                     

"In 37 Kurven zieht sich das 11,756 lange Asphaltband vom Start und Ziel am Haus Brenner hinab nach Oberreifenberg, von da in einer gefährlichen Linksabbiegung und anschließend Schlängelkurven zur Weilquelle, dem tiefsten Punkt des Kurses, führt mit Steigungen bis 14 % über die Spitzkehre am Roten Kreuz hinauf zum Kleinen Feldberg und dem berüchtigtem, 275 Meter über der Weilquelle liegenden “Sprungbrett”, einem Straßenübergang, an dem Fahrer und Maschine sich sekundenlang vom Boden lösen und fünf bis sechs Meter durch die Luft schießen und dann wieder in langen Schlängelkurven, vorbei am Teufelsquartier, abwärts brausen, fast im Schritttempo um die Haarnadelkurve am Sandplacken biegen und auf der langen Geraden der Siegfriedstraße noch einmal voll aufdrehen, dem Start und Ziel entgegen”  (Auszug aus dem Programminhalt des Feldbergrennens 1952 - Feldbergring -die schwerste deutsche Rennstrecke - von Karl Hermann Zobel). Europameister Schorsch Meier erklärte: ”Diesen Kurs kann man nicht kennen lernen, man weiß überhaupt nicht, wo es jetzt eigentlich hingeht”. Als Sieger der Tourist Trophy auf der Isle of Man wusste er wohl, wovon er sprach. Das brachte dem Feldbergrennen, Deutschlands höchster Gebirgs-Rundrennstrecke”, als die der neue Kurs bezeichnet wurde, auch die inoffizielle Bezeichnung “Deutsche TT “ ein. Karl Hermann Zabel am Schluss seiner Ausführungen: ”Der Feldbergring wird das werden, was die Isle of Man im Ausland ist, das Mekka aller Motorsportfans”. Diese Weissagung ist leider nicht ganz eingetroffen, aber ein Besuch des Feldbergplateaus an einem Sonntagmorgen lässt ein wenig an diese Worte erinnern.

                     

             Leider nie realisiert                                 Kurt Mansfeld auf Horex                               Noll(Cron ohne Kiesbett 

Waren es im ersten Veranstaltungsjahr 30.000 Zuschauer, die im Oktober Regen, Nebel und Kälte trotzen, kamen am 3. Maiwochenende des Jahres 1952 bereits 100.000 Zuschauer an die Strecke. 1953 und 1954 sollen es sogar 150.000 Rennbegeisterte gewesen sein.
Ein Rennen in dieser Größenordnung erfordert natürlich eine ausgefeilte Organisation und jede Menge helfende Hände. In Bad Homburg entstand eine Unterorganisation des “Motorsportclubs Feldberg”, die von Friedel Usinger und Friedel Dobler geleitet wurde. Das Interesse am Feldbergrennen und der damit verbundene Zulauf von immer mehr Motorradsportbegeisterten veranlasste die Bad Homburger Truppe sich von Oberreifenberg abzunabeln und sich mit einem eigenständigen Verein selbstständig zu machen.
Die Gründungsversammlung fand am 26. November 1953 in der Gaststätte “Weißer Turm” in der Bad
Homburger Dorotheenstraße statt. Die Gründung eines eigenen Vereins bedeutete jedoch keineswegs den Bruch mit dem Motorsportclub Feldberg. Auch am 18. Juli 1954 stand man wieder an der Strecke "Rund um den Feldberg", um zum Gelingen dieser Veranstaltung beizutragen. Es sollte das letzte Rennen rund um unseren Hausberg sein. Danach wurden in Deutschland keine Rennen mehr genehmigt, die durch geschlossene Ortschaften führten. Die Pläne für eine Umgehungsstraße um Oberreifenberg lagen wohl vor, aber die Kosten führten das Unternehmen ad absurdum. 1955 stand das Feldbergrennen nicht mehr im Terminkalender. Der oben abgebildete Entwurf blieb leider Fiktion.

                      

              Rennprogramm 1951                            1953                                                     1954                                           1936      

 

 

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Mit der Gründung der Horex-Fahrzeugbau AG durch Kommerzienrat Friedrich Kleemann am 20. November 1923 erwarb unsere Kurstadt wiederum Weltruhm. Viele Jahre war Bad Homburg lediglich den Angehörigen von Fürstenhäusern und dem Geldadel ein Begriff. Jetzt, 1923, trug eine Motorradmarke den Namen unserer Heimatstadt in alle Welt.
Vielen Bad Homburger Bürgern gab dieses Unternehmen Lohn und Brot. Wen wundert es, das sich 1973, 50 Jahre nach Gründung der Horex-Fahrzeugbau AG, jemand fand, um dieses Ereignis in einem ihm möglichen Rahmen zu begehen. Der damalige 1. Vorsitzende des MSC Bad Homburg, Wolfgang Twesten, begeisterte seine Vereinskameraden mit der Idee, einen Versuch zu wagen, wie viele Horexfahrer man wohl zu diesem Ereignis an die Geburtsstätte ihres fahrbaren Untersatzes bewegen könne. Rasch war der Kontakt zum Horex-Club Taunus hergestellt, um dieses denkwürdige Datum gemeinsam zu begehen. Hier erhielt man die Unterstützung, die man für ein solches Unternehmen benötigte. Der Horex-Club selbst konnte dieses Ereignis nicht realisieren, da man bereits seit 1955 in die Horex-Familie eingebunden war. Diese Horex-Clubs veranstalten alljährlich zu Pfingsten in wechselnder Reihenfolge eine Sternfahrt zum Heimatort des betreffenden Vereins. Bad Homburg stand aber erst 1979 wieder im Kalender.
Um mit den Veranstaltungen der Horex-Gemeinschaft namentlich nicht zu kollidieren, legte der Motor-Sport-Club Bad Homburg Wert auf den Veranstaltungstitel ”1. Int. Horex- und Veteranentreffen”. Die Veranstaltungen der Horex-Clubs liefen zur damaligen Zeit bereits seit 18 Jahren unter dem Motto: “Horex Sternfahrt”, das bis zum heutigen Tage beigehalten wurde.
Die Mitglieder des MSC mussten natürlich als Veranstalter mit bestem Beispiel voran gehen. Was wäre ein Veranstalter ohne Motorräder? Zu diesem Zeitpunkt war es noch nicht “trendy” sich mit historischen Fahrzeugen zu befassen, zumal die Schließung des Horex-Werks 1973 gerade einmal 14 Jahre zurück lag, so dass der Erwerb einer Horex teilweise für Beträge unter DM 500.- möglich war.
Niemand dachte zum damaligen Zeitpunkt daran, das auch noch über 30 Jahre später dieses Treffen im Terminkalender des MSC Bad Homburg stehen würde.
140 Teilnehmer, darunter Dänen, Franzosen, Österreicher und natürlich Fahrer aus dem gesamten
Bundesgebiet, fanden sich auf den Dornholzhäuser Buschwiesen ein. Ein Teilnehmer aus Maribor im ehemaligen Jugoslawien meldete sich mit seiner “Imperator” 400 ccm fünf Mal zu
unserem Treffen an. Leider war ihm die Technik auf seinem langen Weg nicht sehr hold. Viermal kam unser Freund Jose Pristosek nicht bis zur österreichisch-deutschen Grenze. Beim 5. Versuch endlich sollte es fast klappen, die Imperator blieb erst 1000 Meter vor dem Veranstaltungsgelände stehen und der Reparaturservice des Clubs konnte ihn bis zur ersehnten Buschwiese abschleppen.
Stets war es uns eine große Freude, wenn wir in den Anfangsjahren der Veranstaltung den ehemaligen Chef der Horex Fahrzeugbau AG, Fritz Kleemann, und seinen Konstrukteur Walter Reeb auf den Buschwiesen begrüßen konnten, die stets eine Anekdote zum Besten geben oder ihr Wissen um die Horex weiter geben konnten. Auch bleibt der österreichische Eremit aus Saalfelden, Franz Wieneroiter, der mit seiner BMW R 90 S nach Dornholzhausen kam, unvergessen. Viele Clubs besuchten regelmäßig unser Treffen, seien es die “Friends” aus den Niederlanden, die Augsburger “Haberer” und natürlich sämtliche Horex-Clubs aus Deutschland und West-Berlin. Daraus entstand eine Kameradschaft, die bis zum heutigen Tag Bestand hat. Die Motorradfahrer des MSC besuchen die Veranstaltungen ihrer Gäste und umgekehrt. Da kommen pro Jahr einige Kilometer zusammen. Treffpunkt dieser Ausfahrten war stets das “Hofgut Hett” von unserem Vereinsmitglied Winfried Hett. Dank seiner großen Auswahl an Solo- und Seitenwagen-Motorrädern konnten auch MSC-Mitglieder zu den Veranstaltungen mitfahren, die nicht im Besitz eines Motorrads oder einer Horex waren. Bei den Fahrten zu befreundeten Vereinen und deren Veranstaltungen war stets unser Ehrenmitglied Julius Lebeau der Joker des Vereins. Mit ihm erhielt der MSC meist den Pokal für den ältesten Teilnehmer; denn auch mit 80 Jahren scheute sich Julius Lebeau nicht, die Strecke Bad Homburg Freiburg im Breisgau oder ähnliche Entfernungen unter die Räder der Horex-Regina mit Seitenwagen zu bringen.
mitfahren, die nicht im Besitz eines Motorrads oder einer Horex waren. Bei den Fahrten zu befreundeten Vereinen und deren Veranstaltungen war stets unser Ehrenmitglied Julius Lebeau der Jocker des Vereins. Mit ihm erhielt der MSC meist den Pokal für den ältesten Teilnehmer; denn auch mit 70 Jahren scheute sich Julius nicht die Strecke Bad Homburg - Freiburg im Breisgau oder ähnliche Entfernungen unter die Räder der Horex-Regina mit Seitenwagen zu bringen.
Die Teilnehmerzahl, anfänglich weit über 100, pendelte sich im Laufe der Jahre bei 70 bis 80 ein, wobei natürlich die Dunkelziffer, d.h. Besucher mit Motorrädern, die aus Interesse an den Maschinen und um das Gespräch mit anderen Motorradfahren suchen, wesentlich höher ist. Der Motor-Sport-Club ist jedoch nicht auf der Jagd nach Rekordbesucherzahlen, wichtig ist uns, dass der familiäre Charakter dieser Veranstaltung für die Teilnehmer mit ihren historischen Maschinen erhalten bleibt.
1995 war das Jahr der Entscheidung. Eine geänderte Wettersituation, die die letzten Buschwiesenjahre stets in ein Schlammbad Kneipp'schen Ausmaßes verwandelte, ließ die Teilnehmer und Besucherzahl beängstigend sinken. Das machte sich selbstverständlich auch im Engagement aller Beteiligten bemerkbar. Die Versammlung des Vereins hatte über die weitere Durchführung des Treffens zu entscheiden, da zwei weitere Schlechtwetterjahre das Überleben des Vereins in Frage stellten würden. Mit einer Mehrheit von 17 zu 15 stimmte man für die Beibehaltung des Treffens, jedoch an einem anderen Ort. Doch leichter gesagt als getan. Eine geeignete Lokalität stand in unserer Heimatstadt nicht zur Verfügung. Sportplätze waren für Veranstaltungen dieser Art tabu, andere Flächen waren zu gering dimensioniert oder ganz und gar unromantisch.
Fündig wurden man in der Nachbargemeinde Friedrichsdorf/Burgholzhausen. In den früheren Jahren war der Große Feldberg am Samstagnachmittag ein beliebtes Ziel für die organisierte Ausfahrt, als jedoch dann aus verkehrstechnischer Sicht dieser Motorradcorso nicht mehr durchgeführt werden konnte, wurden für die Teilnehmer kleine Suchfahrten mit Sonderaufgaben, wie z.B. Kurbelwellenweitwurf und Spiegelfahrten oder ein Motorrad-Geschicklichkeitsparcours ausgearbeitet.
Schon lange ist der “Schönheitswettbewerb” für Motorräder ein fester Programmpunkt. Nachdem man in der Vergangenheit ein Expertenteam als Jury einsetzte, sind es heute die Zuschauer, die man um Stimmabgabe bittet, was diesem Wettbewerb nicht nur einen absolut neutralen Charakter verleiht, auch der Besucher selbst beschäftigt sich intensiver mit dem Objekt Motorrad.
Der kleine Teilemarkt, dessen Stellfläche von uns kostenlos vergeben wird, erfreut sich bei den Besuchern großer Beliebtheit, findet man hier doch die eine oder andere lang gesuchte Rarität.

Programmpunkte wie Pokalverleihung, der Preis für die weiteste Anreise oder die älteste Horex oder Fremdmarke sind lediglich der Rahmen. Der Wert dieser Veranstaltung liegt im fairen Miteinander, in den “Benzingesprächen” und im Wiedersehen alter Bekannter sowie im Kennenlernen neuer Teilnehmer.

Der MSC Bad Homburg hat sich jedoch keiner bestimmten Marke verschrieben, obwohl die Marke „Horex“ naturgemäß stärker in unserem Verein vertreten ist. An den jeden Freitag um 20.30 Uhr stattfindenden Vereinsabenden in der Kirdorfer "Bierstube Zur Krone" werden häufig die Erlebnisse mit den "alten Mühlen" zum Besten gegeben.

 

 

                      

             Unser 1. Treffen 1973                       Gemeinsame Ausfahrten                             Es muss nicht immer Horex sein

 

 

 

 

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Gestaltung u. Redaktion

Franz Schöttner

Motor-Sport-Club Bad Homburg e.V. im DMV

Geschäftsstelle

Weißkreuzweg 17

61350 Bad Homburg v.d.H.

e-mail: franz.schoettner@msc-bad-homburg.de

 

Anmeldung und Informationen zum Horextreffen bei

Petra Hock.  e-mail: petra.hock@msc-bad-homburg.de

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